Nachdem Josef Unger erst vergangenen Mittwoch das Traineramt beim

"Vom Resultat her hat sich der Trainereffekt eingestellt, der Mannschaft war aber noch die Verunsicherung aufgrund der jüngsten Ereignisse anzumerken", gibt Radkersburgs Sektionsleiter Christian Jurkowitsch zu und fährt fort: "Für den Trainer war es aber auch nicht einfach, in so kurzer Zeit etwas zu bewirken!"

Alles begann ganz nach dem Geschmack der Hausherren, als in der 8. Minute Gästetormann Patrick Dietrich einen Corner zu kurz abwehrte und Darjan Slavic den Ball an der Strafraumgrenze übernahm und zum 1:0 einschoss. "Das war auch ungefähr der Zeitpunkt, an dem wir aufgehört haben, Fußball zu spielen", bleibt Jurkowitsch weiterhin selbstkritisch, "wir waren zwar bemüht, aber die Partie war sehr zach für uns, Sinabelkirchen war immer aus Kontern gefährlich." Bis zum Halbzeitpfiff konnten die Gäste jedoch kein Kapital aus der Radkersburger Unsicherheit schlagen, gegen die Josef Unger vor dem Seitenwechsel ein Zeichen setzen will und Kapitän Robin Mass auf der Bank lässt, für ihn kommt Tadej Lukman.

Doch zunächst geht der Schuss mit der Auswechslung nach hinten los und Sinabelkirchens Toptorschütze Martin Pfeifer kann die Partie zwischen der 51. (nach einem unnötigen Ballverlust der Gastgeber im Mittelfeld) und 54. Minute (nach schwerem Abwehrfehler) auf 1:2 stellen, was zu diesem Zeitpunkt keineswegs unverdient ist. Aber Radkersburg reagiert und kommt nur weitere drei Minuten später zum Ausgleich durch Zeljko Balen, der einen von Haris Cerkic kurz abgespielten Freistoß ins Netz jagt. Danach entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dessen Verlauf beide Seiten ihre Chancen vorfanden, wobei die Gäste mit einem Stangenschuss die beste Möglichkeit zu verzeichnen hatten. In der 69. Minute kann Radkersburgs Goalgetter Bojan Fajfar eine wunderschöne Kombination über die linke Seite, nach Pässen von Haris Cerkic und Marcel Hernach zum 3:2 abschließen. Der neuerliche Führungstreffer bringt jedoch nicht die erwartete Stabilität ins Spiel des Gastgebers, dessen Fans noch bis zur 91. Minute zittern müssen, ehe sie Bojan Fajfar (hält nun wie Martin Pfeifer bei 17 Saisontreffern) mit seinem zweiten Treffer zum 4:2-Endstand erlöst. "Wir haben den nötigen Willen gezeigt und waren am Ende die Glücklicheren", zieht Christian Jurkowitsch sein Fazit der Begegnung und meint im Hinblick auf das Rennen um den zweiten Platz: "Die Heimpartie gegen Kirchbach am nächsten Samstag wird das Spiel der Spiele, in dem sich dieses spannende Duell entscheiden wird."

Geschrieben von Udo Langmann

Seit heute ist es fix: Josef Unger folgt auf Simon Strakl. Wir wünschen dem neuen Trainer alles Gute beim FC Bad Radkersburg!

Die sportliche Leitung des FC Bad Radkersburg einigte sich mit Trainer Simon Strakl auf eine vorzeitige Vertragsauflösung.

Auf diesem Wege möchte sich der Vorstand, die Funktionäre und die Spieler des FC Bad Radkersburg beim Trainer Simon Strakl für die gute Zusammenarbeit in den letzten 5 Jahren bedanken und ihm alles Gute für die Zukunft und weiterhin viel Erfolg wünschen!

Der

"Wir wussten, dass dieses Spiel verdammt hart werden würde, weil Jagerberg eine starke Mannschaft und einen guten Lauf hat. Von allen Gegnern im Frühjahr war das heute der bislang härteste Brocken", stellt Radkersburg-Sektionsleiter Christian Jurkowitsch gleich zu Beginn einmal fest.

Nach anfänglichem Abtasten gelingt den Hausherren in der 9. Minute das 1:0 durch einen kuriosen Treffer von Zeljko Balen, der nach Flanke von Marcel Hernach seinen Kopf zweimal hinhalten muss, da er im ersten Versuch nur die Stange trifft. Radkersburg versuchte nun nachzusetzen, fand aber lange kein wirksames Konzept, um die disziplinierte Abwehrreihe der Gäste zu knacken. Nachdem Jagerberg Mitte der ersten Halbzeit besser ins Spiel fand, können die Gastgeber ab etwa der 30. Minute den Druck wieder erhöhen und kommen so auch zum 2:0 durch Semir Spahic, dem nach einem Freistoß von der Strafraumgrenze mit anschließendem Gestocher im Sechzehner der Ball vor die Füße fällt (36.). Danach haben beide Teams noch jeweils eine guten Tormöglichkeit, am Resultat von 2:0 ändert sich aber nichts mehr - weder bis zum Halbzeit-, noch bis zum Schlusspfiff.

Nach der Pause geben für zirka zwanzig Minuten die Gäste den Ton an, aber die massierte heimische Defensive rund um ihren Dirigenten Zeljko Balen lässt kaum Gelegenheiten für die Jagerberger zu. In der 67. Minute zeigen dann die Hausherren mit einem gefährlichen Freistoß von Haris Cerkic wieder auf. Nur drei MInuten später macht es Jagerbergs Adem Canoski noch besser, doch sein potentielles Freistoßtor wird durch eine Glanzparade von Bostjan Kamnik vereitelt. Danach hat Radkersburgs Goalgetter Bojan Fajfar zweimal die Chance aufs 3:0, doch einmal kann Mario Gollner, Jagerbergs Tormann und Kapitän in Personalunion, sich im Eins-gegen-Eins auszeichnen, das andere Mal landet der Schuss neben dem Kasten. Da das Match in der Schlussviertelstunde generell etwas verflacht, kann Bad Radkersburg den Zwei-Tore-Vorsprung mehr oder weniger sicher ins Trockene bringen. "Unser Sieg war wirklich hart erkämpft und gleichzeitig schwer verdient", resümiert Sektionsleiter Jurkowitsch schließlich erleichtert.